Wer bekommt Brustkrebs?

Grundsätzlich ist jede Frau gefährdet, an Brustkrebs zu erkranken. Statistisch ist in Deutschland jede neunte Frau betroffen. Und natürlich fragt sich dann jede: Warum ich? Was habe ich falsch gemacht? Bin ich schuld an meiner Erkrankung? Diese Fragen hat sich sicherlich auch Deine Mutter gestellt.
Es gibt darauf jedoch nach wie vor keine schlüssigen Antworten. Eines aber ist gewiss: Brustkrebs ist keine Strafe, und keine Frau ist "schuld" an ihrer Erkrankung.

Bestimmte Faktoren können das Entstehen von Krebs begünstigen. Das Erbgut spielt dabei eine Rolle, die Genetik. Es gibt Familien, in denen Brustkrebs gehäuft auftritt, weil sich in den Erbanlagen ein bestimmtes Gen dafür findet. Für diese Frauen gibt es in Deutschland spezielle Zentren. Nur etwa zehn Prozent sind klar im Erbgut festgelegt. In der überwiegenden Mehrheit – etwa 90 Prozent der Fälle- tritt Brustkrebs sporadisch auf.Was genau der Auslöser für eine nicht erblich bedingten Brustkrebserkrankung gewesen ist, lässt sich aber meistens nicht feststellen.

Der Lebensstil kann Brustkrebs begünstigen: zu viel Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel, Giftstoffe aus der Umwelt sowie die Einnahme von Hormonen ( z.B. in den Wechseljahre) oder eine Hormonaufnahme über sogenannte Wachstumsförderer, die in der Tiermast eingesetzt werden. Genauso können Stress in Beruf oder Familie sowie starke körperliche oder seelische Erschöpfung das Krebsrisiko steigern. Denn Stress schwächt das Immunsystem. Und das hat bekanntlich eine wichtige Funktion, um Krankheiten - auch Krebs - abzuwehren.